„Da es nun mit der unter den Völkern der Erde einmal durchgängig überhand genommenen (engeren oder weiteren) Gemeinschaft so weit gekommen ist, daß die Rechtsverletzung an einem Platz der Erde an allen gefühlt wird: so ist die Idee eines Weltbürgerrechts keine phantastische und überspannte Vorstellungsart des Rechts, sondern eine nothwendige Ergänzung des ungeschriebenen Codex, sowohl des Staats- als Völkerrechts zum öffentlichen Menschenrechte überhaupt, und so zum ewigen Frieden, zu dem man sich in der continuirlichen Annäherung zu befinden, nur unter dieser Bedingung schmeicheln darf.“
Immanuel Kant, “Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf” (Königsberg 1795)

Marie-Therese Mäder, Präsidentin Pax Christi Schweiz, ist Medien- und Religionswissenschaftlerin und beschäftigt sich mit der Frage, wie Religionen und Kulturen in pluralen Gesellschaften zu einem friedlichen Zusammenleben und gegenseitigem Verständnis beitragen können. Nach zehn Jahren Tätigkeit als Schauspielerin promovierte sie 2011 zum Verhältnis von Film und Religion. Unterschiedliche akademischen Stationen und internationalen Forschungsaufenthalte in Europa und den USA haben ihr Verständnis für globale Zusammenhänge, kulturelle und religiöse Konfliktdynamiken sowie für die Bedeutung von Dialog, Verantwortung und zivilgesellschaftlichem Engagement in der Friedensarbeit nachhaltig geprägt. Heute lehrt sie als Privatdozentin für Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Medienethik an den Fachhochschulen Bern und Graubünden. Marie-Therese Mäder lebt mit ihrer Familie in Zürich und engagiert sich für den Dialog zwischen Religion, Gesellschaft und Frieden.
Mehr Informationen unter: www.marie-theresemaeder.com
Kontakt: mtmaeder@pax-christi.ch

Florian Günter Forster, stellvertretender Präsident und Kassier Pax Christi Schweiz, lebt seit mehr als 17 Jahren in der Schweiz, – zunächst in Bern, danach in Genf, und heute mit seiner vierköpfigen Familie in Zürich. Sein beruflicher Weg führte ihn früh in die internationale Zusammenarbeit. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in München und Paris war er mehrere Jahrzehnte bei Rechtsanwälten, Gerichten und in öffentlichen Verwaltungen tätig, von 1995 bis 2025 bei den Vereinten Nationen (spezifisch bei der «International Organization for Migration, IOM») tätig. Seit 2025 ist er selbständiger Anwalt. Über die Jahre hat er in ganz unterschiedlichen politischen, kulturellen, sozialen und regionalen Kontexten gearbeitet (insbesondere in Kambodscha, Frankreich, Vietnam und der Schweiz). Diese Erfahrungen haben sein Verständnis für globale Zusammenhänge, für Konfliktdynamiken, für die Bedeutung funktionierender zivilgesellschaftlicher Strukturen und für die Notwendigkeit engagierter Friedensarbeit nachhaltig geprägt.
Kontakt: fgforster@pax-christi.ch
